Nachtbusse für Regensburg kommen!

Seit dem 14. Oktober 2016 gibt es in der Stadt Regensburg endlich ein Nachtbusnetz mit fünf Linien, das auch nach 1.00 Uhr noch alle Stadtteile verbindet. Den Flyer mit Fahrplan könnt hier hier herunterladen.

 

VORGESCHICHTE

Im Vorfeld der Kommunalwahl forderten wir als GRÜNE JUGEND Regensburg zusammen mit der Initiative „Nachtbus für Regensburg“ und unter anderem auch den Regensburger Piraten die Einführung eines Nachtbussystems für Regensburg. An nur drei Abenden sammelten wir dabei mehrere hundert Unterschriften aus der Stadt und dem Landkreis Regensburg, die sich für die Einführung eines Nachtbusverkehrs nach 1:00 Uhr einsetzten.

Mit dieser Aktion haben wir das Thema der Nachtbusse erfolgreich auf die politische Tagesordnung gesetzt: Nach der Kommunalwahl am 16. März und nachdem Joachim Wolbergs neuer Regensburger Oberbürgermeister wurde, wurde im neuen Koalitionsvertrag die Einrichtung eines Nachtbusverkehrs festgeschrieben, mit der Testzeit von einem Jahr. Nur wenige Tage später schrieb auch die neue Landkreiskoalition der Landrätin Tanja Schweiger das Thema Nachtbusse in einem Koalitionsvertrag fest.

Wir möchten die gesammelten Unterschriften jetzt als symbolischen Akt der Unterstützung für die Umsetzung dieses Projektes an Oberbürgermeister und Landrätin übergeben. Wir werden den Prozess zur Einführung der Nachtbusse und zur Einrichtung der neuen Nachtbuslinien auch weiter begleiten, um hier ein gutes und tragfähiges Konzept zu bekommen.

 

 

Darum sind uns die Nachtbusse wichtig:

  • Stadtleben: Regensburg ist stolz auf seine vielen Kulturveranstaltungen und die herausragende Kneipendichte. All das macht den Charme der Stadt maßgeblich aus. Die Kulturszene ebenso wie die Regensburger Wirtschaft profitieren stark von den vielen Menschen, die am innerstädtischen Nachtleben teilnehmen. Diese wohnen jedoch nicht alle in der Altstadt oder im Stadtgebiet. Wie dann die Menschen allerdings wieder nach Hause kommen sollen, interessiert weder RVV noch Stadtverwaltung. Gerade für junge Menschen stellt die aktuelle Verkehrssituation seit Jahren ein massives Problem dar.

  • Lärmbelästigung: Immer wieder wird von Anwohnerinnen und Anwohnern die hohe Lärmbelastung in der Innenstadt durch das Nachtleben kritisiert. Vielfach werden hier die Zeiten nach Schließung der Kneipen und Lokale genannt, da dann die Nachtschwärmerinnen und Nachtschwärmer buchstäblich auf der Staße stehen. Die Einführung eines Nachtbusssystems ermöglicht eine zeitnahe Heimkehr der Gäste und mindert damit die Lärmbelastung im Innenstadtbereich.
  • Ökologie und Ökonomie: Abholfahrten mitten in der Nacht sind sowohl für Eltern als auch für Jugendliche aus ökonomischer und ökologischer Sicht Unsinn. Auch teure Taxifahrten stellen in den allermeisten Fällen keine wirkliche Alternative dar, zumal oft die Kapazitäten zu den jeweiligen Stoßzeiten nicht vorhanden sind.
  • Sicherheit: Die rechtswidrige Teilnahme am Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss – sei es mit dem Auto, dem Fahrrad oder zu Fuß – stellt eine Gefahr für alle dar. Ein Nachtbussystem garantiert eine sichere und schnelle Heimfahrt.
  • Infrastruktur: Gerade Menschen, die in Krankenhäusern und Altenheimen oder Firmen im Schichtdienst arbeiten haben bisher keine Möglichkeit, mit dem Bus zur Arbeit zu gelangen. Für diese Menschen würden sich die Arbeitsbedingungen mit einem Nachtbusverkehr deutlich verbessern.

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