Heute, am 21. November 2018, waren wir als GRÜNE JUGEND unterwegs in der Stadt (trotz eisiger Kälte) und haben eine Aktion gegen Plastikmüll und besonders zur Sensibilisierung von Passant*innen durchgeführt.

Denn: Plastik ist überall. Unsere Meere werden davon vermüllt und diesen Herbst wurde erstmalig Mikroplastik in menschlichen Ausscheidungen gefunden. In jedem Quadratkilometer Meer schwimmen heute bis zu 46.000 Teile Plastikmüll. Ein wichtiger Verursacher dafür ist die Fischwirtschaft, da Netze oder Fanggeräte verloren gehen und jahrzehntelang weiter im Meer treiben, an denen Fische oder andere Meerestiere hängen bleiben können und sterben. Durch Schiffe, die illegalerweise ihren Plastikmüll im Meer entsorgen oder denen unabsichtlich Fracht über Bord geht, gelangt auch Plastik ins Meer. Von Mülldeponien an der Küste oder an Flüssen wird Müll ins Meer geweht. Damit muss endlich Schluss sein.

Gründe für steigenden Plastikverbrauch sind:

  1. Menschen sind mobiler, damit wird mehr unterwegs gegessen
  2. es wird mehr online bestellt
  3. es gibt immer mehr Einpersonenhaushalte, die kleinere Packungen nutzen
  4. viele Deutschedenken, dass Plastik verwertet wird und benutzen es ohne schlechtes Gewissen.

Uns als GRÜNE JUGEND ist klar, dass das Problem des vielen Plastikmülls nur durch Verbote und Steuern bekämpft werden kann. So sind Verbote wie z.B. von Mikroplastik in Kosmetik ein erster Schritt in die richtige Richtung. Müllentsorgung in andere Länder muss so teuer sein, dass dieser Schritt vermieden und anstatt dessen mehr recycelt wird. Politisch gibt es in Deutschland zurzeit noch keine Zielvorgaben zur Vermeidung von Müll, nur für Recycling. Das wollen wir ändern!

Individuell erste Schritte wären in Unverpackt-Läden einzukaufen und weniger online einzukaufen. Wir wissen allerdings, dass individueller Konsum nicht die Welt verändern wird, sondern dass politische Schritte, wie Verbote, notwendig sind und die Öffentlichkeit mit einbezogen werden muss. Deswegen wollen wir auf das Thema aufmerksam machen und auf die Straße gehen. Wir wollen uns politisch einbringen. Eine andere Möglichkeit ist ebenfalls neben Aktionen, Briefe an Abgeordnete schreiben, dass sie das Thema behandeln und so Druck auszuüben

Deswegen waren wir heute in der Gesandtenstraße und haben so auf dieses uns betreffende und dringliche Problem aufmerksam gemacht. Anbei ein paar Fotos der Aktion und eine Auflistung, wie lange welche Stoffe brauchen, um sich im Meer zu zersetzen:

– Papier oder Karton zersetzt sich bereits nach 1-2 Monaten.
– Zigaretten und Plastiktüten werden nach 10-20 Jahren zersetzt.
– Getränkedosen brauchen 200 Jahre.
– Plastikbesteck 100-1000 Jahre.
– Glas bis zu 4000 Jahre bis sie zersetzt werden.
– Eine Windel wird nach circa 450 Jahren zersetzt.
– Einige Kunststoffe lassen sich nie zersetzen.

Verschiedene Alltagsgegenstände, in denen Plastik enthalten ist.