Am heutigen Equal Pay Day veranstaltete die GRÜNE JUGEND Regensburg eine Aktion auf dem Neupfarrplatz, um auf die Entgeltdiskriminierung von Frauen* auf dem Arbeitsmarkt aufmerksam zu machen.
Der 18. März markiert dabei symbolisch den Tag, bis zu welchem die durchschnittliche Frau in Deutschland „kostenlos“ arbeitet, während der durchschnittliche Mann vom 1. Januar an voll verdient. Dieses Gender Pay Gap, also der Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern, beträgt auch im Jahr 2018 laut Statistischem Bundesamt noch unglaubliche 21 %.
Um auf diese Diskriminierung von Frauen* (hier sind also auch Inter-, Trans- und Nicht-Binäre Personen einbegriffen – also Menschen, welche sich keinem der beiden Geschlechter männlich oder weiblich eindeutig zuordnen können oder wollen) aufmerksam zu machen, verteilten wir unter anderem Sticker zu Feminismus und freier Selbstbestimmung. Außerdem gab es Kekse: für alle Frauen* die schokolierte Variante, bei den Männerkeksen fehlte dagegen eine Ecke. Symbolisch mussten diese heute also, entgegen der Normalität, Diskriminierung erfahren. Im Nachgang werden wir auch ein Video zu unseren feministischen Aktionen im März produzieren.
Viele wussten nichts vom Equal Pay Day und reagierten geschockt, als wir ihnen von den aktuellen 21 % Lohnunterschied erzählten. Heute wurde uns abermals deutlich: Alle Nicht-Männer (die heterosexuell und weiß sind) werden systematisch marginalisiert und benachteiligt. Beispielsweise sind soziale Berufe, die Grundpfeiler unserer Gesellschaft, deutlich schlechter bezahlt als typische ‚Männerberufe‘. Carearbeit, Tätigkeiten im Haus/in der Familie, die Gläserne Decke, Teilzeitarbeit, Kinderbetreuung, Befristungen… Strukturelle Diskriminierung kennt viele Namen.


Auch darum finden wir die Debatte um eine sogenannte „bereinigte Ungleichbezahlung scheinheilig. Das fadenscheinige Entgelttransparenzgesetz, auf dem sich die GroKo ausruht, stellt hierfür keine Lösungen in Aussicht.
Wir fordern: Gleicher Lohn für die gleiche Arbeit!