Unsere Pressemitteilung vom 04.02.21:

Zu Beginn der Sitzungszeit des Stadtrats meldet sich die Grüne Jugend Regensburg (GJR) mit einer zentralen Forderung zu Wort: Das im vergangenen Jahr von der Grauen Koalition gegen Protest von Jugendlichen und ihren Organisationen durchgedrückte Betretungsverbot für Jahninsel und Grieser Spitz sowie das allgemeine Musikverbot müssen noch vor April aufgehoben werden, so die Jugendorganisation.
„Letztes Jahr hat uns die Koalition von der Jahninsel und dem Grieser Spitz vertrieben“ ärgert sich Franziska PletlPolitische Geschäftsführung der GJR, „der Ort mit seiner Lage ist einmalig und kann nicht einfach ersetzt werden“. Jahninsel und Grieser Spitz hätten sich als zentrale Orte für Jugendliche etabliert, insbesondere wegen ihrer Nähe zur Altstadt, den kulturellen Angeboten in der Umgebung und der guten Erreichbarkeit aus allen Stadtteilen. „Aktuell gibt es einfach keine Alternative für Jahninsel und Grieser Spitz“, so Pletl weiter.
„Wer die Situation entspannen möchte, muss Grünanlagen aufwerten“, ist sich Grüne Jugend Stadtrat Daniel Gaittet sicher. Andere Grünanlagen würden nur dann als Ergänzung angenommen, wenn attraktive Freizeit- und Nahversorgungsangebote in Laufweite bestehen. Noch immer fehlen in vielen Grünanlagen jedoch öffentliche Toiletten, angemessene Beleuchtung und Sitzmöglichkeiten sowie eine ordentliche Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). „Das ist kein Luxus, es fehlt oft an den Basics“, beschreibt Gaittet das Problem. Laut Gaittet würden von einer Aufwertung nicht nur Jugendliche, sondern alle Menschen in Regensburg profitieren.
Aus Sicht der GJR müssen das Betretungsverbot für Jahninsel und Grieser Spitz sowie das allgemeine Musikverbot noch vor April aufgehoben werden. Gleichzeitig sollte die Entwicklung und Aufwertung von Grünanlagen mit mehr Nachdruck verfolgt werden. „Wenn wir Nutzungskonflikte entschärfen wollen, muss das Hand in Hand gehen“, betont Eva Konen, Sprecherin der GJR. Bis heute hat die Graue Koalition keine Vorschläge vorgelegt, wie die Nutzung öffentlicher Grünflächen entzerrt und Nutzungskonflikte gelöst werden können. „Beim Verbieten waren sie fix, Lösungen haben sie aber keine“ kritisiert Konen.