Am 28. Februar 2020 fand ein gemeinsamer Infostand der Regensburger Ortsverbände von Jusos und Grüner Jugend (GJ) statt. Im Fokus der Aktion stand der gemeinsame Einsatz gegen Rechts: Mit Blick auf die anstehende Kommunalwahl müsse über die AfD-Stadtratsliste aufgeklärt und gegen einen Rechtsruck im Kommunalparlament mobilisiert werden. Auf der Liste der AfD kandidieren bereits jahrelang aktive und gut vernetzte Rechtsextreme. Es bleibt deshalb unabdingbar, den antifaschistischen Konsens in Regensburg hochzuhalten und der rechten Szene weiterhin keinen Fußbreit zu gewähren. Die Überzeugung, dass Regensburg eine weltoffene und bunte Stadt ist und bleiben soll, eint Jungsozialist*innen und Grüne Jugend. Auf kommunalpolitischer Ebene bräuchte es junge Stadträtinnen und Stadträte, die dem menschenverachtenden Gedankengut der AfD klare Absage erteilen.

Unsere Sprecherin Eva beim Abwerfen von Dingen, die wir nicht in Regensburg wollen. Foto: Bastian Käsbauer

Claudia Neumaier, Listenplatz 9 der SPD-Stadtratsliste und Spitzenkandidatin der Jusos, betont: „In einer Zeit, in der immer mehr Menschen einander feindselig begegnen, in der Vorurteile und Diskriminierung eine böse Blüte erleben, finde ich es besonders wichtig, dass unsere beiden Jugendorganisationen gemeinsam für eine bessere und gerechtere Stadtgesellschaft einstehen und dass wir uns als Jusos und Grüne Jugend Regensburg zusammen jenen entgegenstellen, die Menschenrechte am liebsten für einige Menschen abschaffen wollen. Unsere Jugendorganisationen stehen beide für Toleranz, Gerechtigkeit und Menschlichkeit. Wenn wir zusammenarbeiten, können wir uns noch stärker und besser für ein freundliches und offenes Regensburg einsetzen, kein Regensburg für einige Wenige, sondern für alle Bürger*innen dieser Stadt.“

Beide Parteijugenden rufen dazu auf, bei der Stadtratswahl am 15. März junge und antifaschistische Kandidat*innen zu wählen. Die AfD stehe als extrem rechte Partei für eine menschenverachtende Politik und sei deshalb keine Wahloption für Regensburger Demokrat*innen. Darüber hinaus sind auf den ersten zehn Plätzen der AfD-Stadtratsliste weder Menschen unter 35 noch weibliche Kandidatinnen zu finden, womit der AfD-Wahlvorschlag der Regensburger Bevölkerungsstruktur nicht im Geringsten gerecht wird.

Unsere Spitzenkandidatin zur Kommunalwahl Anna Hopfe mit der Spitzenkandidatin der Jusos Claudia Neumeier. Foto: Bastian Käsbauer

Die Spitzenkandidatin der Grünen Jugend Regensburg zur Kommunalwahl, Anna Hopfe, kandidiert auf Listenplatz 3 der Grünen für den Stadtrat. Sie kommentiert die gemeinsame Aktion mit den Jusos am vergangenen Freitag: „Auch in Zeiten des Wahlkampfs zeigen wir, dass es eine Verbundenheit unter uns als progressiven Jugendorganisationen gibt. Uns eint das Ziel, eine Repräsentanz junger Menschen in unserem Stadtrat zu schaffen. Vor allem Claudia und ich sehen uns als junge Frauen bislang nicht im kommunalen Parlament repräsentiert.“ Nach dem 15. März solle sich das ändern, so Hopfe: „Junge Leute vertreten ihre Interessen am besten selbst. Ich bin beispielsweise selbst davon betroffen, dass das aktuelle Nachtbusangebot nicht ausreicht und möchte mich im Stadtrat für einen Ausbau einsetzen. Außerdem fehlen uns in Regensburg Aufenthaltsräume ohne Konsumzwang und Orte für alternative Jugendkultur, auch das möchte ich ändern.“