Die Grüne Jugend Regensburg setzt mit ihrer Aktion „Bäume statt Beton“ ein Zeichen gegen die drohende Zerstörung des Alleengürtels.

Sollte das Regensburger Kultur- und Kongresszentrum wie geplant am Ernst-Reuter-Platz gebaut werden, gibt es keine Zukunft für den dortigen Baumbestand. Die etwa 40 Bäume würden dem Komplex aus Veranstaltungshallen und Kongresshotel zum Opfer fallen. „Bei der Informationsveranstaltung zur Baumassenstudie des RKK durch die Stadtverwaltung wurde kein Zweifel daran gelassen, dass die Bäume am Ernst-Reuter-Platz nicht erhalten werden können – egal für welche architektonische Variante man sich nun entscheidet“, erinnert Eva König, Sprecherin der Grünen Jugend Regensburg und Stadtratskandidatin (Listenplatz 9) .

Durch die Bebauung des Ernst-Reuter-Platz wird der Alleengürtel endgültig durchschnitten. Gerade dieser aber sei eine wichtige ökologische Ressource und ein nicht zu vernachlässigender Standortfaktor in Sachen Naherholung: „Die Grünen betonen seit Jahren, dass der Standort Ernst-Reuter-Platz aus vielen Gründen nicht geeignet ist – vor allem auch aufgrund des Baumbestands“, erklärt Judith Werner, Kandidatin für den Stadtrat (Listenplatz 5). Um die drohende Rodung den Regensburgerinnen und Regensburgern wieder ins Gedächtnis zu rufen, haben Junggrüne in der Nacht von Sonntag auf Montag die Bäume mit Transparenten versehen: „Stadthallenopfer“, „Bald Beton“ oder „Gefährdet“.

„Kultur in Regensburg steht und fällt nicht mit einem Prestigeprojekt wie dem RKK am Ernst-Reuter-Platz.“, stellt auch Königs Sprecherinnenkollegin Christiane Fuchs fest. „Woran es der Regensburger Kulturszene vielfach fehlt, sind kleine Nischen und Räume für junge und alternative Kultur.“ Diese könne man oft auch ohne großen Geld- oder Platzaufwand zur Verfügung stellen, wenn in der Politik und Verwaltung der Willen dafür da sei. Neben großen Veranstaltungszentren gehörten auch selbstverwaltete Jugendzentren und kleine Bandproberäume zu den wichtigen Elementen einer städtischen Kulturpolitik, meint Fuchs.

Die Grüne Jugend setzt sich auch weiterhin dafür ein, dass das RKK nicht am Ernst-Reuter-Platz, sondern auf dem Gelände des Alten Eisstadions gebaut wird: Dort gäbe es ausreichend Platz, um auch in 30 Jahren noch Spielraum für bauliche Erweiterung zu haben und außerdem würden hier keine wichtigen Bestandteile des Regensburger Alleengürtels beschädigt.