Abschiebelager schließen!

Das Transitzentrum in Regensburg sollte im Juli eröffnet, beziehungsweise erste Schritte von Erstaufnahmeeinrichtung in Richtung Transitzentrum genommen werden. Menschen mit einer  erwarteten Anerkennungsquote von unter 50% werden hier ihr gesamtes Verfahren verbringen. Diese Zentren sieht die GRÜNE JUGEND Regensburg als Abschiebelager.

„Wir sprechen uns in aller Deutlichkeit gegen die menschenverachtende bayerische Abschiebepraxis aus. In Abschiebelagern sind aus unserer Sicht keine fairen Asylverfahren möglich. Hier wird der Zugang zu einer Rechts- und Asylsozialberatung erschwert und durch die Schnellverfahren werden Tür und Tor für  Fehlentscheidungen geöffnet“, kritisiert Sprecherin Theresa Eberlein. “ Neben diesem entscheidenden Menschenrecht laufen Abschiebelager auch Gefahr, die UN-Kinderrechtskonvention durch fehlenden Schulunterricht zu verletzen und es werden lediglich Sachleistungen in Form von drei Mahlzeiten täglich gewährt. In vergleichbaren Lagern durften selbst Familien mit Kleinkindern kein Essen aus den Speisesälen für eine Zwischenmahlzeit mitnehmen.“

„Selbst für interessierte und informierte Regensburger*innen bleibt unklar, was konkret bezüglich des Abschiebelagers in Regensburg passieren wird – jedes Wissen basiert eher auf Hörensagen als auf klaren Statements. Durch das Vorgehen wird klar gemacht, dass es eigentlich gar nicht gewollt ist, dass sich hier Ehrenamtliche und Hauptamtliche engagieren. Wir sprechen uns prinzipiell gegen Abschiebelager aus, doch solange diese gängige Praxis des Freistaates Bayern sind, sollte das Beste daraus gemacht werden und eine klare Kommunikation mit der Öffentlichkeit gesucht werden!“, fordert Sprecher Falk Birett.

Parkplatzrückeroberung

Am Freitag, den 30. Juni 2017 hat die GRÜNE JUGEND Regensburg einen Parkplatz zurückerobert und ihn zu einer grünen Oase umfunktioniert.

„Wir freuen uns, dass wir so viel positive Rückmeldung auf unsere grüne Oase und die Zurückeroberung des öffentlichen Raums bekommen haben. Parkplätze verbrauchen Unmengen an Raum, der eigentlich für Wohlfühlplätze genutzt werden könnte. Tatsächlich sind parkende Autos nicht nur unansehlich, sie verteuern sogar den so schon sehr knappen Wohnraum! Eigene Autos sind aber sowas von 20. Jahrhundert!“, macht Sprecherin Theresa Eberlein klar.

„Wir brauchen endlich ein nachhaltiges Verkehrskonzept, das Menschen ermöglicht, auch ohne eigenes Auto gut zu leben. Das kann durch eine Kombination von ausgebauten, regelmäßig fahrenden öffentlichen Verkehrsmitteln, Bike- und Car-Sharing-Angeboten und guten Park-and-Ride Möglichkeiten umgesetzt werden. Das würde nicht nur den Verkehr und die Altstadt entlasten, sondern auch der Umwelt und unser aller Gesundheit gut tun!“, appelliert Sprecher Falk Birett.

Alle Jahre wieder: Unser offener Brief an die Veganmania

Liebe Menschen in Regensburg und Umgebung,

 

wir möchten Sie gerne darüber informieren, dass am 29.04.2017 nun zum vierten Mal die Veganmania in Regensburg stattfindet. Die vegane Ernährungsweise ist in vielerlei Hinsicht unterstützenswert. Jedoch ist diese Veranstaltung mit Blick auf die Veranstaltenden und der Gästeliste erneut zu kritisieren. Unter der dazugehörigen Facebook-Veranstaltung bezeichnet sich die Veganmania selbst als „eine der wichtigsten jährlichen Treffpunkte für veganinteressierte Menschen“.

 

Wir sagen: Nicht nur für veganinteressierte Menschen. Auch Verschwörungsideolog*innen, Antisemit*innen und Personen, die die Menschenrechte abschaffen wollen, tummeln sich unter den Anwesenden.[1] Diesbezüglich ernteten die Veranstalter*innen der Veganmania schon in den vergangenen zwei Jahren Kritik.[2] Diese Kritik müssen wir in diesem Jahr noch weiter konkretisieren. Grund hierfür ist unter anderem der Verein Animal Peace e.V., der mit dieser Veranstaltung in Verbindung steht. Der Verein provoziert regelmäßig mit Holocaustrelativierungen oder menschenfeindlichen Aussagen.[3][4] Auch der Rapper Kilez More ist wieder am Start.[5] More verbreitet mittels seiner Musik viele Verschwörungstheorien, unter anderem auch antisemitischen Inhalts.[6]

 

Dazu sagt Nele Graf, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Regensburg:
„Der Veganismus ist eine lebensbejahende Lebensform, bei der Mitgefühl und Rücksichtnahme auf alle Lebewesen im Vordergrund steht. Leider verhalten sich nicht alle Veganmania-Organisierenden gemäß diesem Motto. Viele machen durch querfrontlerische Inhalte und antispeziezistischen Aussagen im Netz auf sich aufmerksam. Menschenfeindlichen Ideologien müssen wir eine klare Abfuhr erteilen!

 

Der GJR-Sprecher Falk Birett ergänzt:
„Die Vereinnahmung der Tierrechtsszene in einigen Städten von Querfrontler*innen und Verschwörungsideolog*innen ist sehr besorgniserregend. Die Gästeliste beweist dies wieder. Es gibt viele Wege sich über den Veganismus zu informieren. Doch die Veganmania ist hierfür nicht empfehlenswert.“

 

Mit freundlichen Grüßen
Die GRÜNE JUGEND Regensburg
[3] Zur Problematik des Vergleichs von Holocaust und Massentierhaltung: http://ggdnkoethen.blogsport.de/texte/auschwitz-ueberall/
Weiterführende Links:
Zur Problematik der Querfront:
Querfront in der Tierrechtsszene:

 

Für weitere Fragen:

 

Nele Graf: nele.graf@gj-regensburg.de
Falk Birett:  falk.birett@gj-regensburg.de

One Billion Rising

One Billion Rising

Vergangenen Dienstag, dem 14.02.17, stand für die GRÜNE JUGEND nicht der Valentinstag im Vordergrund, sondern One Billion Rising. Dabei handelt es sich um die größte und weltweite Aktion gegen Gewalt an Frauen. Aus diesem Grund versammelten sich die Mitglieder der GRÜNEN JUGEND auf dem Neupfarrplatz mit weiteren Interessierten und tanzten gemeinsam, einen für diesen Anlass erstellten Flashmob für die Frauen, welche sexuelle, körperliche oder psychische Gewalt erfahren mussten.

Den Ursprung der Veranstaltung findet sich in New York wieder. Dort hat die New Yorker Performance Künstlerin Eve Ensler im Jahr 2012, aufgrund einer Umfrage der Vereinten Nationen, welche ergab dass mindestens jeder dritten Frau Gewalt angetan wurde, diesen Tanz erstellt. Um ein Zeichen zu setzen und auf diesen Zustand aufmerksam zu machen, wurde diese Aktion ins Leben gerufen.

Hug me, I’m vegan* und keine Verschwörungsideologin

Die GRÜNE JUGEND Regensburg hat in der vergangenen Woche einen offenen Brief an die Veranstalter*innen der Veganmania Regensburg versandt, mit dem Hinweis, dass eingeladene Künstler*innen Verschwörungsideologien angehören. Ein ähnlicher Brief wurde bereits letztes Jahr verfasst, woraufhin die Künstler*innen ausgeladen wurden. Dieses Jahr hingegen wurde es nicht als Fehler angesehen, besagte Künstler*innen einzuladen, weswegen diese auftreten durften. Daraufhin hat sich die GRÜNE JUGEND Regensburg entschlossen, mit einem „Hug me, I’m vegan* und keine Verschwörungsideologin“-Schild die Veganmania zu besuchen. Die Veranstalterin Anita Krieger hat nach einem kurzen Gespräch die Polizei hinzugezogen, um das GRÜNE JUGEND Vorstandsmitglied des Platzes zu verweisen. Dieses rief im Anschluss zu einer Spontandemonstration auf. (mehr …)

Offener Brief an die Veranstalter*innen des Veganmania

Liebe Veranstalter*innen des Veganmania Regensburg,

auch dieses Jahr haben wir uns sehr über die Vorankündigung der Regensburger „Veganmania“ gefreut. Bei dem Festival soll für vegetarische und vegane Lebensweise geworben werden. Wir erachten es als wichtig, für einen nachhaltigen Lebensstil zu werben, der auf ökologische, politische und auch tierschützerische Aspekte Rücksicht nimmt. Die Massenproduktion und der Massenkonsum an Fleisch haben erhebliche negative Auswirkungen auf unsere Umwelt und produzieren immer wieder Lebensmittelskandale. Umso besser finden wir es, wenn das Thema vegetarischer Lebens- und Ernährungsweise positiv aufgenommen und Menschen gezeigt wird, dass ein nachhaltiger Lebensstil viel Spaß machen kann.

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Kritischer Brief anlässlich des Burkini Verbots

Sehr geehrter Bürgermeister Kiechle,

wir, die GRÜNE JUGEND, schreiben Ihnen aufgrund des Burkini-Verbots, das Sie im Schwimmbad
Ihrer Stadt verhängt haben. Laut der Mittelbayerischen Zeitung wurde im Eingangsbereich des
Hallenbades Neutraublings ein Burkini-Verbotsschild durch die Stadtverwaltung angebracht.
Dieses Verbot kritisieren wir scharf und fordern eine sofortige Rücknahme. Artikel 4 des
Grundgesetzes gewährleistet in Deutschland Religionsfreiheit und schützt insbesondere die
Ausübung eines Glaubens, wozu auch das Tragen vorgeschriebener Kleidung zählt. Wir sehen in
diesem Fall nicht nur einen klaren Verstoß gegen dieses Grundrecht, sondern auch ein Zeichen gegen
Mitmenschlichkeit und Toleranz. (mehr …)